Osterinsel

Wer denkt bei dem Namen Osterinsel nicht an die gigantischen Steinskulpturen (Moais), die bis heute ihre Geheimnisse bewahrt haben. Zum Beispiel warum sie stets mit dem Rücken zum Meer stehen. Dies trotz eines Thor Heyerdahl und seinem Buch „aku-aku“, dem Film von Kevin Costner „Rapa Nui“ und Forschungen internationaler Ethnologen, die auch für die Restaurierung der wissentlich zerstörten Riesen zuständig waren.
Wir laden Sie ein, mit uns die Insel zu entdecken, die in der Unendlichkeit des Pazifiks liegt: ca. 3600 km von der südamerikanischen Pazifikküste und 4250 km von Tahiti entfernt. Die erste Siedlergruppe landete im 5. Jh. – angeführt von Häuptling Hotu Matua – aus Hiva Oa (Marquesas-Inseln) auf der Insel. Man liess sich hier nieder und führte die Lebensform weiter, die man aus der fernen Heimat mitgebracht hatte. Diese Theorie wird gestützt durch die Analogie der Sprache, der Steinskulpturen und weiteren Kultgegenständen, die auch auf den Marquesas-Inseln angetroffen wurden. Später kam eine zweite Gruppe Einwanderer aus Tahiti hinzu. Vorerst pflegte man ein friedliches Miteinander, dann brachen Stammesfehden aus, die die Kultur radikal vernichteten und ein Trümmerfeld hinterließen.
Die Insel, die geografisch zu Polynesien gehört, besaß verschiedene Namen: Te Pito o te Henua (marquesanischen Ursprungs), Rapa Nui, eingeführt von den Tahitianern und seit dem 6. April 1722 Osterinsel. Diese Bezeichnung geht auf den holländischen Seefahrer Jacob Roggeveen zurück, welcher die Insel an einem Ostermontag entdeckt zu haben glaubte. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. annektierte die Republik Chile die Insel. Ihr offizieller Name ist seither Isla de Pascua. Die Bevölkerungszahl wird mit 6000 Menschen beziffert, die vorwiegend in Hanga Roa, dem Hauptort der Insel, leben.
Mehr über die Geschichte und Gegenwart der Marquesas-Inseln erfahren Sie im Buch
„Die Welt der ‚Enana“. (Siehe unter Bücher/Reiseführer Marquesas)