Dresden

Auch im Winter, wenn der Touristenstrom etwas abflaut, ist es ein Erlebnis, die altehrwürdige Residenzstadt Dresden zu besuchen. Nach einer sehr bewegten Geschichte, unter anderem mit der fast vollständigen Zerstörung während des 2. Weltkrieges, zeigt sich das Stadtbild fast wieder in der alten Schönheit.
Wegen den kunstvoll gestalteten Bauwerken und Gebäudeensembles wird die Stadt auch als „Florenz des Nordens“ bezeichnet. Berühmte Persönlichkeiten sind hier geboren worden, oder haben in Dresden gewirkt. Mit der Fülle an Sehenswürdigkeiten und dem umfangreichen Angebot an kulturellen Veranstaltungen gibt es für den Besucher viel zu entdecken.

Madeira

Weihnachten auf der Blumeninsel im Atlantik

Die Insel Madeira liegt etwa auf der Höhe der marokkanischen Stadt Casablanca. Sie ist wie die anderen atlantischen Archipele (Azoren, Kanaren, Kapverden) durch Vulkanismus entstanden. Die grüne, üppige Naturlandschaft von Madeira faszinierte seit der Entdeckung im 15. Jh. Seefahrer, Bauern, Händler und Künstler. Jede Siedlergeneration pflanzte Neues, legte Felder und Gärten an, grub Terrassen und Wasserkanäle in die steilen Hänge. Im Laufe der Jahre wichen die Lorbeerwälder Bananenpflanzungen, Hortensiengärten und von Palmen beschattete Parks.
Was macht der Zauber dieser Insel aus? Ihre üppige Natur mit einer unglaublichen Blütenpracht. Die steilen, von Felsgipfeln bekrönten Berge. Wer gerne wandert erlebt Madeira als Paradies, entlang der Levadas oder auf Klettersteigen, durch Urwälder oder über kahlen Fels. Urlauber mit Sehnsucht nach ungetrübter Sonne kommen nicht ganz auf ihre Rechnung. Fast immer ziehen sich an den steilen Bergflanken Wolken zusammen und nicht selten kommt es zu heftigen Regenfällen. Aber genau das sorgt dafür, dass diese Insel nie langweilig wird, sondern immer aufs Neue herausfordert mit Natur pur.
Weihnachten auf Madeira war ein einmaliges Erlebnis.

Lissabon

Am hügeligen Ufer des Tejo, unweit des Atlantiks gelegen, versprüht die Hauptstadt von Portugal einen maroden Charme, wie kein anderer Ort. Dank der Entdeckung von neuen Handelswegen und der nachfolgenden Errichtung von überseeischen Niederlassungen wurde Lissabon im 15. Jh. zum Welthandelszentrum. Die Zeit der kulturellen und wirtschaftlichen Blüte dauerte allerdings nicht lange. Es folgten Jahre der Stagnation, die Diktatur, die Unruhen nach der Revolution und im Jahre 1988 ein Grossbrand.
Trotz grossen Anstrengungen zur Sanierung der historischen Substanz gibt es immer noch einzelne Quartiere, die ihr ursprüngliches Aussehen behalten haben und das typische Lissabon von früher zeigen. Zahlreiche Gebäude und Monumente erinnern an die glorreichen Zeiten der Entdeckungen.
Heute herrscht in der Stadt rege Geschäftigkeit und neben dem Erhalt der geschichtsträchtigen Orte gibt es auch Platz für moderne Anlagen. Lissabon, eine Stadt wo man gerne unterwegs ist.

Peru

Das drittgrösste Land Südamerikas präsentiert sich mit einzigartigen Landschaftsräumen. Beginnend auf Meereshöhe, mit einem Wüstenstreifen entlang der Küste, dem Bergland der Anden, mit den über 6000 m hohen, schneebedeckten Gipfeln, bis zum tropischen Tiefland im Nordosten.
Gut erhaltene Ueberreste der einstigen Hochkultur des riesigen Inkareiches zeigen den hohen Stand der damaligen Baukunst. Die auf einem Bergrücken erbaute Ruinenstadt Machu Picchu, oder die Festung Sacsayhuamán, in der Nähe der Stadt Cuzco, gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit. Nach einer Fahrt über die abflusslose Hochebene, das Altiplano, erreicht man den Titicacasee, wo sich ein Besuch bei den Uros, einer indigenen Volksgruppe, lohnt, die auf schwimmenden Schilfinseln lebt.
Eine Reise nach Peru bietet für den interessierten Besucher einmalige Erlebnisse.

Island

Eyja úr ís og eldi – Insel aus Feuer und Eis

Island, eine Insel die von den Elementen Feuer und Wasser beherrscht wird. Sie liegt näher am nördlichen Polarkreis, als am europäischen Festland. Von Mitteleuropa aus gesehen, ist Island kaum mehr im Blickfeld: ein kleiner Flecken, mitten im Atlantik. Stärker geprägt von den Kräften der Natur als von den Menschen die dort leben.
An der Nahtstelle zwischen den beiden Kontinentalplatten von Europa und Nordamerika
entstehen ständig neue Vulkane und Verwerfungen, schneiden sich Geysire durch die Gletscher, bringen heisse Quellen das Meerwasser zum Kochen, die von schwarzen Schloten auf dem Meeresgrund gespeist werden. Ein schroffes, karges, abweisendes Land? Nein!
Die unverfälschten Schönheiten Islands lassen den Reisenden staunen: Ein ungeahnter Weitblick in eine begeisternde Landschaft, mit außerordentlichen und raschen Licht- und Farbwechseln. Bisweilen führt auch Nebel zu einer dämonischen Verschleierung und regt die Phantasie an. Die Birkenwälder im Tiefland kontrastieren mit weiten, menschenleeren Kies- und Lavawüsten, die sich im Landesinneren ausbreiten. Oder, wer denkt beim Anblick der großartigen Wasserfälle, bei der Erwartung eines Geysirausbruchs, der Betrachtung eines Vogelfelsens, oder auf einer Wanderung durch die Fjorde noch an die ungelösten Probleme des heimischen Alltags? Man vergisst sie und kommt zu einer beglückenden Ruhe.

Algerische Sahara

In einem arabischen Sprichwort heisst es, dass „Wer in die Wüste geht und wiederkehrt, ist nicht mehr derselbe“.
Riesige Sandmeere, öde Ebenen, kahle Berge, Hitze und Durst, so etwa wurde im Schulunterricht die Sahara charakterisiert. Eine Landschaft ohne jeglichen Reiz? Bei weitem nicht!
Unter den vielen Ländern, die sich die Sahara teilen, bietet die Algerische Sahara wohl einige der landschaftlich vielfältigsten und abwechslungsreichsten Wüstengebiete. Dazu gehören die sich ständig verändernden Sanddünen, aber auch mächtige Vulkanberge, ausgetrocknete Flussläufe, Hochebenen, mit tief eingeschnittenen Canyons, Tafelberge und weite Sand- und Kiesebenen.
Eigene Entdeckungen macht, wer mit offenen Augen die Wüste bereist. Bizarre Steinformen, mannigfaltige, durch den Wind geformte Muster im Sand, verdorrte Reste einer kargen Pflanzenwelt, farbenreiche Landschaftskulissen und prächtige Sonnenuntergänge lösen Bewunderung aus.
Lässt man den hektischen Alltag, mit den gewohnten Annehmlichkeiten, hinter sich und taucht für einige Wochen in die Wüste ein, geniesst die Ruhe, die Unberührtheit, das einfache Leben und die einmalige Landschaft, der versteht den Sinn des oben erwähnten Sprichwortes.

Azoren

Die Azoren, neun Inseln im Atlantik, zwischen Alter und Neuer Welt, sind eher als „Wetterküche Europas“ denn als Reiseziel bekannt. Die sprichwörtlichen „vier Jahreszeiten“ am Tag halten den Massentourismus fern. Wer jedoch das launische Wetter in Kauf nimmt, wird von den Inseln fasziniert sein. Alle sind vulkanischen Ursprungs. Ihre Existenz verdanken sie der Tatsache, dass hier drei tektonische Platten aufeinandertreffen. Mächtige Vulkane, deren riesige Kraterränder sich als langgestreckte Bergrücken erheben, bestimmen das Landschaftsbild. Auf den Inseln beweist eine wilde, merkwürdig unruhige Landschaft, mit Kraterseen, Grotten und Solfataren, dass die Erde noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist. In der Weite des Hochlandes finden sich noch urwaldähnliche Bereiche, die mit der für die Azoren typischen Strauchvegetation aus Baumheide, Wacholder und Lorbeer bedeckt sind. In niedrigen Lagen erstreckt sich sanftes Hügelland mit Viehweiden und Felder, unterteilt mit schier endlosen Mäuerchen aus aufgeschichteten Lavasteinen. Mächtige Lavaströme haben sich an den Küsten ins Meer ergoßen und eine urzeitliche Atmosphäre geschaffen. Die Kleinstädte, meist an der Küste angesiedelt, mit den traditionell weiß getünchten Häusern, tragen zum Reiz der Inseln bei.
„Das Ende einer Reise ist nur der Anfang einer neuen.“ Deshalb werden auch wir wiederkommen, um sich in der Schönheit und der Einsamkeit dieser Inselwelt frei und glücklich zu fühlen.

Kuba im Umbruch

Ein nicht ganz ernstgemeinter Nachruf

Kubareisende rechnen mit einer ganzen Reihe von bestimmten Eindrücken: Palmen und Strände, Tabak und Rum, Ananas und Peso, Castro und Hemingway. Wer die Touristenzentren gar nicht, oder nur für organisierte Ausflüge verlässt, dem wird die Bestätigung des üblichen Klischeedreiklangs: Salsa, Strand, Sozialismus und „All inclusive“ garantiert. Kulturschocks bleiben also weitgehend jenen vorbehalten, die sich aufmachen, das Land auf eigene Faust zu entdecken. Aber sind es wirklich „Kulturschocks“ ? Eine sechsspurige Autobahn mit Pferdefuhrwerken? Plattenbauten in Palmenhainen? Rostige, sowjetische Uralttechnik am Stadtrand? Lebensmittelkarten, die zu umgehen man sich zu helfen weiss? Selbstgezimmerte Gästezimmer mit Familienanschluss? Verfallene Kolonialvillen mit Untermieter? Fidel und Che, omnipräsent wie eh und je? Klar doch, oder doch nicht?

„Lerne lachen ohne zu weinen“, nirgendwohin passte es besser, als zu jenem Kuba, das wir erlebt haben, mit Rumba, Mambo, Cha Cha Cha und einem tiefen Schluck „Havanna Club“.

Osterinsel

Wer denkt bei dem Namen Osterinsel nicht an die gigantischen Steinskulpturen (Moais), die bis heute ihre Geheimnisse bewahrt haben. Zum Beispiel warum sie stets mit dem Rücken zum Meer stehen. Dies trotz eines Thor Heyerdahl und seinem Buch „aku-aku“, dem Film von Kevin Costner „Rapa Nui“ und Forschungen internationaler Ethnologen, die auch für die Restaurierung der wissentlich zerstörten Riesen zuständig waren.
Wir laden Sie ein, mit uns die Insel zu entdecken, die in der Unendlichkeit des Pazifiks liegt: ca. 3600 km von der südamerikanischen Pazifikküste und 4250 km von Tahiti entfernt. Die erste Siedlergruppe landete im 5. Jh. – angeführt von Häuptling Hotu Matua – aus Hiva Oa (Marquesas-Inseln) auf der Insel. Man liess sich hier nieder und führte die Lebensform weiter, die man aus der fernen Heimat mitgebracht hatte. Diese Theorie wird gestützt durch die Analogie der Sprache, der Steinskulpturen und weiteren Kultgegenständen, die auch auf den Marquesas-Inseln angetroffen wurden. Später kam eine zweite Gruppe Einwanderer aus Tahiti hinzu. Vorerst pflegte man ein friedliches Miteinander, dann brachen Stammesfehden aus, die die Kultur radikal vernichteten und ein Trümmerfeld hinterließen.
Die Insel, die geografisch zu Polynesien gehört, besaß verschiedene Namen: Te Pito o te Henua (marquesanischen Ursprungs), Rapa Nui, eingeführt von den Tahitianern und seit dem 6. April 1722 Osterinsel. Diese Bezeichnung geht auf den holländischen Seefahrer Jacob Roggeveen zurück, welcher die Insel an einem Ostermontag entdeckt zu haben glaubte. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. annektierte die Republik Chile die Insel. Ihr offizieller Name ist seither Isla de Pascua. Die Bevölkerungszahl wird mit 6000 Menschen beziffert, die vorwiegend in Hanga Roa, dem Hauptort der Insel, leben.
Mehr über die Geschichte und Gegenwart der Marquesas-Inseln erfahren Sie im Buch
„Die Welt der ‚Enana“. (Siehe unter Bücher/Reiseführer Marquesas)

Valencia

Für Individualreisende ein ideales Ziel, weil es noch keine von Touristen überfüllte Stadt ist. Nur selten muss man Schlange stehen, falls man eine Kirche oder ein Museum besuchen möchte. Man kann die Stadt, und das gilt auch für das Zentrum, in Ruhe entdecken. Die meisten Sehenswürdigkeiten Valencias sind gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, oder auf Fahrrädern, die es überall zu mieten gibt.
Das Herz der Stadt ist die mit Brunnen geschmückte Plaza de la Virgen, in deren Nachbarschaft die wichtigsten historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Wie etwa die Kathedrale, der Mercado Central oder das Keramikmuseum mit seinem berühmten Alabasterportal.
Der Strand Marvarrosa lädt mit seinem feinen, sauberen Sand zum Sonnenbaden ein oder zum Flanieren auf der kilometerlangen Promenade, wo in kleinen, gemütlichen Restaurants die Paella der Renner ist, die in Valencia ihren Ursprung hat.
Die Ciudad de las Artes y las Ciencias – die Stadt der Künste und der Wissenschaften (Eröffnung im Jahr 1998) – wurde von dem aus Valencia stammenden Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen und gebaut und ist das absolute Muss für alle, die den Avantgardismus lie-ben.
Um im Jahr 2007 als Gastgeber des 32. America’s Cup bestehen zu können, wurden für den Ausbau des Hafens 500 Mio. Euro investiert. Die renommierteste Segelregatta der Welt konnte mit Erfolg durchgeführt werden. Wer Yachten, Kreuzfahrtschiffe und Hochseesegler bestaunen will, kommt hier voll auf seine Kosten.
Das Hinterland von Valencia gehört zu den gebirgigsten und einsamsten Gegenden Spaniens. Hin und wieder säumen kleine, verträumte Dörfer den Weg. Wie Morella, wo man sich nach kurvenreichen und engen Strassen mit einem köstlichen, regionalen Essen verwöhnen lassen kann.