Kuba im Umbruch

Ein nicht ganz ernstgemeinter Nachruf

Kubareisende rechnen mit einer ganzen Reihe von bestimmten Eindrücken: Palmen und Strände, Tabak und Rum, Ananas und Peso, Castro und Hemingway. Wer die Touristenzentren gar nicht, oder nur für organisierte Ausflüge verlässt, dem wird die Bestätigung des üblichen Klischeedreiklangs: Salsa, Strand, Sozialismus und „All inclusive“ garantiert. Kulturschocks bleiben also weitgehend jenen vorbehalten, die sich aufmachen, das Land auf eigene Faust zu entdecken. Aber sind es wirklich „Kulturschocks“ ? Eine sechsspurige Autobahn mit Pferdefuhrwerken? Plattenbauten in Palmenhainen? Rostige, sowjetische Uralttechnik am Stadtrand? Lebensmittelkarten, die zu umgehen man sich zu helfen weiss? Selbstgezimmerte Gästezimmer mit Familienanschluss? Verfallene Kolonialvillen mit Untermieter? Fidel und Che, omnipräsent wie eh und je? Klar doch, oder doch nicht?

„Lerne lachen ohne zu weinen“, nirgendwohin passte es besser, als zu jenem Kuba, das wir erlebt haben, mit Rumba, Mambo, Cha Cha Cha und einem tiefen Schluck „Havanna Club“.

Print Friendly, PDF & Email